Mittwoch, 9. Mai 2012

Beschreibungen
30 Minuten lang habe ich im Internet gesurft beziehungsweise recherchiert. Auf YouTube habe ich gefunden, wonach ich gesucht habe - einen wunderschönen Sonnenaufgang. Ich habe ihn mir unzählige Male angesehen und immer wenn sich der Himmel veränderte, habe ich zu meinem Buch gewechselt und versucht die Veränderung in Worten festzuhalten. Wäre mein Computer ein Mensch, dann wäre ihm nun schlecht, so oft habe ich hin und her geswitcht.
Ich würde jetzt gerne behaupten, dass es dank des YouTube-Videos leicht war, den Sonnenaufgang zu beschreiben - das wäre aber gelogen. Manchmal war ich drauf und dran den Computer in eine Ecke zu pfeffern, weil meine Beschreibungen hölzern klangen. Ich habe sogar meinen Mann, den Informatiker, gebeten, mir einen Sonnenaufgang zu beschreiben, der zuckte jedoch nur mit den Schultern und meinte: "Du machst das schon." Und mit einem Blick auf meinen Text: "Ist doch gut, was willst du noch mehr." Mehr als eine Stunde habe ich an einen einzigen Detail gearbeitet - aber es hat sich gelohnt und ich bin zufrieden.

Das erste Problem wäre also gelöst. Nun kann meine Hauptperson loslegen und fliehen.
Doch hier kommt bereits die zweite Knacknuss: Um die Landschaft beschreiben zu können, muss man wissen wie sie aussieht und zwar bis ins kleinste Detail. Ich habe mich entschieden ein Land zu erfinden.
Der Vorteil davon: In erfundenen Ländern ist praktisch alles möglich und ich muss mich an nichts halten. Damit das erfundene Land in meiner Geschichte aber immer gleich aussieht brauche ich einen Spick - eine Landkarte. Wenn ihr Fantasy-Romane lest, habt ihr solche Karten wahrscheinlich schon gesehen. Sie sehen simpel aus, gerade so, als könnte jedermann so eine Karte zeichnen.
Tja, dummerweise bin ich nicht jedermann, sondern eine totale Niete im Malen. Ein Kreis ist bei mir selten wirklich rund. Die Karte von Hand zu zeichnen kommt also auf keinen Fall in Frage. Dann mache ich mich wohl mal auf die Suche nach Programmen.

Übrigens: Wer über einen Ort schreibt, den es tatsächlich gibt und auch den Namen nennt, sollte darauf achten, dass er diesen Ort wirklich gut kennt - sonst könnte es peinlich für ihn werden. Jedenfalls im Journalismus gilt: Ein Fehler im Artikel und die Glaubwürdigkeit der Fakten sinkt.  

1 Kommentar:

  1. Der Blog ist wirklich schön geschrieben! Ich kann richtig mit dir mitfühlen.

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