Mittwoch, 16. Mai 2012

Die Nervensäge
Ich spüre einen Hauch im Gesicht.
Ein Schnalzen an meinem Ohr.
Ich reagiere nicht.
Etwas, beziehungsweise jemand zupft mich am Ärmel.
Ich bleibe ruhig.
Ein Finger stupst mich in die Seite. Wieder und wieder.
Ich murre.
Eine Hand streichelt mir sanft über den Arm.
Ich ziehe ihn weg.
Eine Hand legt sich auf mein Bein. Dann werde ich hin und her geworfen, geschüttelt.
"Waaas?" ich werfe meinem Göttergatten einen verärgerten Blick zu.
Er sieht mich mit seinem treuherzigen Hundeblick an. Da kann ich nicht anders, als ihm meine ganze Aufmerksamkeit zu schenken und lege den Computer weg; dies, obwohl ich gerade beim Schreiben des Blogs war.
"Du hast doch gestern weiter geschrieben am Buch?"
"Öhm, warum fragst du?" Ja ich weiss, dass ist ne doofe Frage, aber manchmal ist mein Mund einfach schneller als das Gehirn; Leute, die mich kennen, werden jetzt wohl ganz wild mit dem Kopf nicken.
"Ich will lesen. Bin neugierig wie es weiter geht."
Und auf einmal finde ich die Störung nicht mehr so schlimm. 

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