Montag, 28. Mai 2012

Schreibfaul
Strahlend blauer Himmel, von Zeit zu Zeit schiebt sich eine Wolke vor die Sonne. Ein warmer Windhauch streichelt sanft über mein Gesicht. Ein Vöglein zwitschert, ein anderes stimmt in den Gesang mit ein. Alle meine Gedanken sind wie weggeblasen - ich fühle mich entspannt, ausgeruht. Meine Augenlider werden schwer, immer schwerer...
"Tuut."
Auf meiner Stirn bildet sich eine tiefe Furche. Wer wagt es meine Ruhe zu stören?
"Tuut."
Schon wieder habe ich eine SMS erhalte - und ja, meine SMS klingen tatsächlich wie Dampflokomotiven. Ich werde unruhig. Kann nicht mehr still sitzen. Soll ich die SMS lesen oder nicht? Was aber, wenn ich sie jetzt nicht lese und sie wichtig wäre. Ach was, so wichtig kann eine SMS nicht sein. Oder?
Die Neugierde siegt und so verlasse ich mein lauschiges Plätzchen, um nach meinem Handy zu suchen.
Auf dem Display werden zwei Nachrichten von einer Freundin angezeigt:
"Halloooooooooooooo?" schreibt sie in der ersten und in der zweiten SMS: "Lebst du noch?"
Ich antworte darauf mit einem knappen "Ja".
"Warum lese ich dann keinen aktuellen Beitrag in deinem Blog?"
Meine Antwort: Zunge rausstrecken
Darauf sie: "Wie läuft's mit dem Buch?"
Ich: Engel
"Also gar nicht", stellt sie fest, "so wirst du aber nie damit fertig."
Sie hat recht, ich war in den letzten Tagen tatsächlich Schreibfaul. Ich bin froh, Freunde zu haben, die mir sozusagen auch mal einen Tritt in den Allerwertesten verpassen, damit ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere - deshalb habe ich mir nun ganz fest vorgenommen, dass ich jede Woche mindestens fünf Seiten an meinem Buch weiter schreibe. Gleich morgen setze ich mein Vorhaben in die Tat um - heute muss ich unbedingt noch das schöne Wetter geniessen.

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