Freitag, 24. August 2012

Aufgeben erlaubt
Die Sonne scheint. Die Temperaturen sind angenehm. Der Liegestuhl ist aufgestellt. Darauf liegt mein Buch, daneben eine kühle Limonade.
Warum heute eigentlich nicht einmal richtig Ausspannen? Schliesslich ist heute mein offiziell letzter Ferientag (vor dem Wochenende) und die letzten Tage war ich ziemlich fleissig am Werk.
Nun gut, jeden Tag war es dasselbe Spiel: Entweder Sonne, Liegestuhl, Buch, Limonade oder Computer, Schatten, kühles Wasser.
Jeden Tag habe ich den inneren Schweinehund überwunden, mir statt des Buches den PC gegriffen, den Liegestuhl an den Schatten gezogen und es mir darauf bequem gemacht.
Von meinem Göttergatten habe ich jeweils zur Belohnung ein Schulterklopfen und am Nachmittag ein feines Eis - bei uns in der Schweiz heisst das Glacé bekommen.
Eigentlich ist es merkwürdig, dass mir die Wahl heute so schwer fällt, denn in den letzten Tagen habe ich so viele Worte aufs Papier gebracht, dass ich der 200. Seite ziemlich nahe gekommen bin. Ich bin jetzt auf Seite 184 - fehlen also nur noch 16 Seiten. Die ich doch eigentlich locker an einem Tag niederschreiben könnte.
Aber irgendwie fehlt es mir heute an Schwung, mein Kopf fühlt sich so leer an.
Obwohl ich mich auch heute wieder fürs Schreiben entscheide und mir wirklich Mühe gebe, schaffe ich gerade mal eine Seite in 3 Stunden.
Mein Göttergatte nimmt mich tröstend in die Arme, als ich gerade mal wieder drauf und dran bin, den ***-Computer in die Ecke zu pfeffern.
"Schatz, du warst diese Woche so produktiv, gönn dir doch mal eine Pause. Manchmal muss man loslassen, damit man neuen Elan findet. Lass die Seele baumeln, lies dein Buch und geniess die Sonne - wer weiss, wie viel Sonne wir im Norden noch haben werden", sagt er liebevoll.
Ich entscheide mich, dass er Recht hat: In der einen Hand mein Glacé, in der anderen ein Buch, setze ich mich auf den Liegestuhl und geniesse die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut.
Diesen Dienstag werde ich ganz früh aufstehen und weiterschreiben, ohne wenn und aber. Wäre ja gelacht, wenn ich die 200er Marke dann nicht knacken würde. 

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