Mittwoch, 8. August 2012

Liebesszene
Gestern Nacht wollte sich der Schlaf einfach nicht bei mir einfinden. Mein lieber Göttergatte hatte dann die glorreiche Idee, ganz leise unsere Lieblingsmusik abzuspielen.
Die Musik war wunderschön, entspannend - trotzdem schlugen die Gedanken in meinen Kopf Purzelbäume. Ich wälzte mich unruhig im Bett hin und her, als unser iPod das Lied Hijo de la luna von Loona http://www.youtube.com/watch?v=CgYAz1ceZ4o spielte.
Auf einmal sah ich die beiden Hauptprotagonisten aus meinem Buch in einem Wald stehen. Der Vollmond warf sein goldenes Licht auf ihre Gesichter. Wie aus dem Nichts erklang Musik. Der Junge fasste das Mädchen an den Händen und zog sie sanft zu sich heran. Im Takt des Lieds von Loona begannen sie sich zu bewegen, zuerst langsam, dann immer wilder und leidenschaftlicher drehten sie sich im Kreis. Die Locken des Mädchen flatterten im Wind; seine Augen glitzerten wie tausend Diamanten. Plötzlich packte der Junge sie an der Hüfte und stemmte sie in die Höhe. Langsam liess er sie zu Boden gleiten, den Blick auf ihre grasgrünen Augen geheftet. Er spürte den Hauch ihres Atems im Gesicht. Ihre Erdbeerroten Lippen sind nur einen Fingerbreit von seinen entfernt.
Da ist das Stück vorbei; die Musik im Wald verstummt. Die Magie verschwunden. Ein Kuss in weite Ferne gerückt.


Um diese Szene (natürlich habe ich sie im Buch noch etwas ausführlicher beschrieben) nieder zu schreiben, habe ich mir heute Nachmittag sicher hundertmal das besagte Musikstück von Loona angehört. Vier Stunden habe ich gebraucht, bis ich die Szene ausführlich auf acht Seiten (des Mittelteils) nieder geschrieben habe.
Dann wäre ich nun auf Seite 145.

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