Montag, 13. August 2012

Morgenstund bringt Ideen
Grummel.
Mein lieber Göttergatte wälzt sich im Bett hin und her, fast wie sich ein Schweinchen im Dreck wälzt. Das Bett zittert und ich werde so richtig schön durchgeschüttelt - fühle mich gerade als lägen wir in einem Wasserbett.
Ein helles, blaues Licht blendet mich - mein Göttergatte hat nach seinen Wecker gegriffen. Auf der Uhr steht 7.00 Uhr - viel zu früh zum Aufstehen für uns Beide.
Er wälzt sich auf die andere Seite. Kratzt sich mit seinem linken Bein an seinem rechten.
Ich schliesse die Augen ganz fest und hoffe, dass mich das Geschaukel an ein Boot im Wasser erinnert und mich sanft in den Schlaf entgleiten lässt. 
Ich höre ein Seufzen.
Dann werde ich so richtig schön hin durchgerüttelt.
Mein Mann kriecht aus unserem Bett, das in einer Ecke des Zimmer steht und nur vom Fussende zugänglich ist.
Ich murre.
"Hab ich dich geweckt, Schatzi? Verzeih. Schlaf schön weiter", flüstert er.
Ich drehe mich auf die Seite. Kuschle mich in die Decke - aber an Schlaf ist nicht mehr zu denken, ich bin hellwach.
Mit einem Seufzen, einem Gähnen und mieser Laune krieche ich aus dem Bett.
Tja, dann beginnen wir halt den Tag.
Ein Blick aus dem Fenster bessert meine Laune: Die Sonne scheint.
Den Liegestuhl hat mein Göttergatte im nu aufgestellt (das Mindeste was er tun konnte, nachdem er mich geweckt hat); der Computer ist gestartet; das Trinkwasser und etwas zum Knabbern steht neben mir.

Ich haue in die Tasten und bin überrascht, wie gut es sich so früh am morgen schreiben lässt. Normalerweise beginne ich den Tag langsam, wurstle da etwas, surfe im Internet und schaffe es erst am Nachmittag überhaupt eine Zeile zu schreiben. Träume ich das Ganze vielleicht? Bin ich noch gar nicht wach oder habe ich nun genau die Tageszeit gefunden, bei der ich am kreativsten bin? Das muss ich unbedingt nächste Woche nochmal ausprobieren, falls ich mich überwinden kann, wieder so früh aufzustehen. Jedenfalls habe ich meine 5 Seiten geschafft - der Nachmittag gehört mir und der Sonne. Jupi! 

1 Kommentar:

  1. Hey, schön zu hören, dass es hier fleißig weiter geht ;) Meine kreative/produktive Phase findet meist zu sehr später Abendstunde ihren Beginn. Dann, wenn ich eigentlich nichts lieber will als ins Bett und ich mich eigentlich um nichts mehr kümmern muss. Ansonsten muss ich mich auch immer durch den Tag kämpfen.

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