Montag, 27. August 2012

Sind zu viele Details zu viel des Guten?
876 Seiten habe ich in drei Tagen gelesen - oder besser gesagt überflogen.
Das neuste Fantasy-Epos meines Lieblingsautor Brandon Sanderson http://de.wikipedia.org/wiki/Brandon_Sanderson hat mich so gar nicht überzeugt. Habe ich seine Werke "Kinder des Nebels", "Elantris" und vor allem "Sturmklänge" über alles geliebt und total verschlungen, hat mich "Der Weg der Könige" http://www.amazon.de/Der-Weg-K%C3%B6nige-Brandon-Sanderson/dp/3453267176/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1346074888&sr=8-1 mehr als enttäuscht.
Warum?

Dafür gibt es sehr viele Gründe:
1. Am Anfang werden sehr ausführlich zwei Protagonisten eingeführt, von denen ich aber bis etwa zur Hälfte des Buches und dann wieder bis zum Ende überhaupt nichts mehr lese und wenn ich einmal etwas lese, dann sind es Details, die mich als Leser nicht weitergebracht haben. Ich kam mir vor, als würde mir einer meiner Freunde einen wahnsinnig, interessanten Bericht über das Wetter mitteilen - und mal ehrlich, wirklich spannende Wetterberichte gibt es kaum oder seht ihr das anders?

2. Die Geschichte handelt eigentlich von vier Personen. Plötzlich tauchen in mehreren Kapiteln aber neue Charaktere auf, die den Hauptpersonen nahe stehen und aus ihrer Sicht erzählen. Zu ihnen wird so oft gewechselt und sie werden so detailliert beschrieben, dass sie eigentlich nicht als Nebencharaktere durchgehen. Natürlich ist mir bewusst, dass der Autor mit dieser Technik eine Hauptperson von einer anderen Seite beleuchten wollte; mich persönlich nervt diese Methode aber mehr, als sie mir hilft, die Hauptperson so besser kennen zu lernen.

3. Auf mehreren 100 Seiten wird mir erzählt, wie sich zwei Hauptpersonen durch den Alltag schleppen ohne, dass dabei etwas Spannendes geschieht.

4. Sehr lange Monologe und Dialoge.

5. Plötzliche Zeitsprünge in die Vergangenheit.

6. Im Buch hat es merkwürdige Wesen, deren Erscheinungsbild und Handeln bis ins kleinste Detail auf mehreren Seiten beschrieben wird. Was für eine Rolle diese Wesen im Buch spielen wird bis zur letzten Seite nie angedeutet und so habe ich keine Ahnung, für was sie eigentlich gut sind.


Obwohl mich das Buch mehr genervt, als unterhalten hat, habe ich doch einiges durch die Lektüre gelernt: Mich nervt es, wenn etwas zu detailliert beschrieben wird.
Versteht mich nicht falsch, mir persönlich gefällt es, wenn der Leser einige Dinge speziell hervor hebt und sie bis ins Detail beschreibt. Tut er dies nur bei einzelnen Szenen oder Dingen, fällt es mir auch eher auf, als wenn alles detailliert beschrieben wird.
Mit meiner Meinung stehe ich übrigens nicht alleine da: Auf etlichen Seiten, auf denen man Bücher kritisieren kann, gibt es zu diesem Werk negative Kommentare und bei fast allen wird bemängelt, dass die vielen Beschreibungen den Lesefluss bremsen und die Spannung töten.

Mein persönliches Fazit für mein Buchprojekt: Zu viele Beschreibungen verderben den Lesespass und sorgen für eine negative Kritik. 

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