Donnerstag, 25. Oktober 2012

Die Fluchtszene
Ich hatte mir ganz fest vorgenommen am Dienstag fünf Seiten zu schreiben - wenn möglich sogar mehr.
Obwohl ich den Wecker am Abend zuvor auf 7 Uhr früh gestellt habe, habe ich erst um 16 Uhr mit dem Schreiben begonnen. Die verstrichene Zeit habe ich nicht etwa mit Schlafen verbracht, sondern mit surfen: Immer wieder habe ich auf dem Internet etwas entdeckt, dass ich noch schnell lesen oder anschauen wollte. Aus "schnell lesen" wurde bald einmal eine Stunde, dann zwei und Schwups war der Morgen auch schon vorbei.
Am Nachmittag lief es leider nicht viel besser: Statt des Internets zog mich der Fernseher mit einer uralten Fernsehserie (Drei Engel für Charlie http://www.youtube.com/watch?v=OGXj_2c08FU) in seinen Bann.
Irgendwann gab ich mir einen Ruck und öffnete mein Dokument auf dem Computer. Denkt aber nicht, dass ich jetzt mit dem Schreiben begonnen hätte...
Nein, ich liess wieder eine satte Stunde verstreichen, indem ich dümmlich auf das Word-Dokument starrte. Mein Göttergatte behauptet steif und fest, ich hätte versucht das leere Papier mit meinen Blicken zu bezwingen, damit es sich von selbst füllt, so konzentriert hätte ich darauf gestarrt. Ich sag dazu nur: Geklappt hat es auf jeden Fall nicht - also nicht Nachmachen.
Als es 16 Uhr schlug, bin ich aus meiner Starre erwacht und hatte Panik.
"Jetzt musst du innerhalb kurzer Zeit 5 Seiten füllen; das hast du ja wieder super gemacht", schoss es mir durch den Kopf.
Diese Gedanken haben mich tatsächlich angespornt und endlich flogen die Finger - zwar nur gemächlich aber immerhin - über die Tasten.

Meinen nächsten Protagonisten wollte ich eigentlich mit kurzen Sätzen einleiten sowie einer kurzen Verfolgungsszene. Der fiese Kerl fand das aber nicht so toll und stattdessen tritt er nun gemütlich aus einem Haus auf die Strasse, stopft sich sein Hemd in die Tasche und rempelt auch noch rotzfrech den Feind an, bis er mir dann endlich gehorcht und die Flucht ergreift.

Um 22 Uhr hatte ich meine 5 Seiten endlich voll. Die "kurze" Fluchtszene konnte ich am Dienstag jedoch nicht ganz beenden und so habe ich mein nächstes Ziel für nächste Woche vor Augen. Bin nun gespannt, ob mein Protagonist - er heisst übrigens Edraith (ist ein "fremdländischer Name") - dann tut, was ich will oder ob er wieder selbst das Steuer in die Hand nimmt. 

1 Kommentar:

  1. Vielleicht ist der NaNo eine gute Idee, um ein wenig aus dem Tritt zu kommen? :)
    Finde es sehr interessant, diesen Blog hier zu verfolgen, da die Probleme wohl jeden Schreiberling betreffen...
    Wünsche weiterhin ganz viel Erfolg und mehr Motivation und weniger Schreibblockaden! :)

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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