Dienstag, 27. November 2012

Prolog
Eigentlich bin ich mit diesem Thema etwas spät dran, denn der Prolog ist die Einleitung/Vorgeschichte eines Buches - weshalb es sich gehören würde, dass er auch ganz zu Beginn angefertigt wird.
Weshalb ich mich gerade jetzt diesem Thema widme?
Ich habe mich gefragt, ob ein Prolog wirklich nötig ist und was er zwingend beinhalten muss. Meine Frage, habe ich meinen Schreibfreunden im Autorenforum gestellt sowie im Internet recherchiert und bin auf folgende Antworten gestossen:


  • Der Prolog ist dazu da, einen Haken für den Leser auszuwerfen - weshalb er Spannung erzeugen sollte. 
  • Er ist ein Textstück, das einen kleinen Ausschnitt enthält, auf die in der Geschichte wieder Bezug genommen wird. Er kann eine Rückblende sein in Form einer Erzählung oder der Handlung voraus greifen ohne dabei aber zu viel zu verraten. 
  • Dabei stellt sich die Frage: Leistet der Prolog etwas, das eine Szene oder Kapitel, eine Rückblende, ein Dialog oder innerer Monolog während des Romans nicht leisten könnte? Wenn nicht, dann macht er keinen Sinn.
  • Ein gutes Beispiel für einen spannenden Prolog hat Christopher Paolini in Eragon geliefert: Er beschreibt darin wie eine Elfe ein Drachenei in den Buckel schickt. Im ersten Kapitel streift der Hauptprotagonist Eragon dann durch den Buckel und findet das Ei. Wie und warum gerade er es gefunden hat, wird später im Buch sehr ausführlich erklärt. 
Mein Fazit: Ein Prolog sollte nicht nur spannend, sondern auch kurz sein (maximal sechs Seiten). Gelingt dies nicht, macht er keinen Sinn - da dies bei meinem Prolog nicht zutrifft, habe ich ihn kurzerhand gestrichen. Ich kann ihn auch erst am Ende verfassen, wenn ich das Buch fertig und somit eine bessere Ahnung habe, welche Szene sich für den Prolog am besten eignen würde. 
 Übrigens: Im Journalismus habe ich gelernt, dass der Lead - also die Einleitung/Vorwort des Textes - immer zuerst geschrieben werden sollte, weil sich der Journalist dann Gedanken machen muss, was er genau in seinem Text schreiben will und es ihm einfacher fällt diesen in kürzester Zeit zu verfassen. Wahrscheinlich würde diese Regel auch für den Prolog gelten - aber ausnahmsweise missachte ich sie einmal. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Prolog_(Literatur)
http://schriftzeit.de/archives/69

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