Mittwoch, 16. Januar 2013

Strategie Zeitdruck
Uah! Die Sonne ist noch nicht einmal aufgegangen und ich bin schon auf. Ich bin todmüde. Die Augen kleben zusammen, ich bringe sie fast nicht auf. Zuerst einmal einen Kaffee, dann kann es los gehen. Gefrühstückt wird vor dem Computer, um ja keine Zeit zu verlieren.
Heute teste ich, wie gut es läuft, wenn ich mich selbst in eine Prüfungssituation bringe: Ich habe zwei Stunden zur Verfügung, bis ich aus dem Haus muss. In dieser Zeit will ich fünf Seiten schreiben. Eigentlich müsste das möglich sein, denn früher in der Schule habe ich mehrseitige Aufsätze in kürzerer Zeit geschafft.
Sozusagen als Aufsatzthema setze ich mir eine bestimmte Szene.
Ich überlege 15 Minuten, was darin vorkommen muss und wie ich sie beschreiben will.
Dann lege ich los und meine Finger fliegen über die Tasten.
Dauernd wandert mein Blick zur Uhr: Wie viel Zeit habe ich noch? Muss ich schon los?
Ich fühle mich gestresst; mein Herz rast; in meinen Armen kribbelt es.
Zwei Seiten sind geschafft.
Ich bin mit der 3 fertig.
Wieder ein Blick auf die Uhr: Mist, ich habe nur noch zehn Minuten.
Mir ist heiss. Meine Lippen sind trocken. Ich habe Durst, aber keine Zeit etwas zu trinken, sonst verliere ich kostbare Zeit.
Ich haue wie wild in die Tasten.
Uf, die Idee ist auf Papier, die Zeit um - aber leider hat es nur für 4 Seiten gereicht.

Ich habe mein Ziel erreicht, weil ich mich aber bereits früh am Morgen so gestresst habe, fühle ich mich gar nicht gut - ich fühle mich, als würde ich auf einem Drahtseil balancieren. Vielleicht sollte ich die Strategie einmal abends ausprobieren, wenn der Tag bereits um ist.



Kommentare:

  1. Cool, ich dachte eigentlich das man mehr schafft. Wahrscheinlich sollte man sich kein Limit setzen ;)

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Annik
    Habe ich auch gedacht. Vielleicht probier ich es dann nochmals aus. Gruss

    AntwortenLöschen