Montag, 16. September 2013

Übung macht den Meister
Jupi, heute hatte ich endlich Zeit, mich meinem Buchprojekt zu widmen.
Ich war bereits um 6Uhr früh wach, der Kleine schläft momentan bis 8h, -zwei Stunden, um mal wieder so richtig in die Tasten zu hauen.
Voller Elan setzte ich mich an den Computer; ich knackte mit meinen Fingern; setzte die Brille auf; stellte eine Tasse Kaffee neben mich und biss in eine Scheibe Brot - ich war gewappnet für den Schreibmarathon. Doch irgenwie hatten meine Finger nicht mitbekommen, was ich mir an diesem Morgen vorgenommen hatte - sie schwebten bewegungslos über der Tastatur und ignorierten jeden Befehl von mir, doch endlich zu arbeiten. Nach 30 Minuten Nichtstun sagte ich diesen zehn Faulenzern lautstark die Meinung mit dem Resultat, dass mir mein Göttergatte einer seiner "Die spinnt doch"-Blicke zuwarf und die Finger immer noch untätig herum hingen. Also blieb mir nichts anders übrig, als das zuletzt geschriebene Kapitel nochmals zu lesen und endlich kam der Geistesblitz. Meine zehn Helferlein flogen über die Tasten: Sie schrieben Wörter, verbesserten Sätze und stellten Szenen um.
"Wuuuaaah!" Pünktlich um 8 Uhr riss mich mein kleiner Wurm aus den Gedanken. Zeit also, um ein Fazit zu ziehen.

Oha, wie peinlich: In 1,5 Stunden habe ich gerade vier Sätze zu Stande gebracht!
Was hatte ich nach der langen Schreibpause auch erwartet - schliesslich braucht auch das Schreiben Übung. Das ging mir in meiner Zeit als Journalistin ja auch nicht anders - da brauchte ich nach langen Ferien auch immer etwas Zeit, bis ich mich wieder richtig artikulieren konnte und bis ich mein Schreibtempo wieder gefunden hatte.
Wenn ihr also an etwas schreibt, dann versucht regelmässig daran zu arbeiten, damit ihr nicht so wie ich aus der Übung kommt.