Mittwoch, 3. Dezember 2014

400er Marke geknackt und doch nicht
395 Seiten! Wäre doch gelacht, wenn ich die 400er Marke in diesem Monat nicht knacken könnte, wo ich doch gerade voller Ideen sprühe: In der letzten Nacht hatte ich eine Eingebung, wie ich zwei Charaktere noch besser miteinander verbinden könnte, dazu musste ich aber bei Seite 131 und 137 einiges umschreiben.
Nach zwei Stunden schreiben hatte ich es endlich geschafft: 401 Seiten und 102'110 Wörter.
Was für ein Gefühl!

Dumm nur, dass ich einige Details von höheren Seiten bei diesen beiden Seiten eingefügt habe. So blieb mir also nichts anderes übrig, als fleissig bei den 200er Seiten zu löschen - ganze acht Seiten sind so für immer verschwunden.

Es hat weh getan, vor allem, weil einige "Darlings" (siehe frühere Posts) darunter waren, die ich nur mit schwerem Herzen und innerem Kampf gelöscht habe. Dass ich Seiten vernichten muss, hab ich ja schon vorher gewusst, weil der Mittelteil plötzlich nicht mehr zum Anfangsteil passte. Dies konnte ich mit den neu geschriebenen Seiten etwas ausgleichen. Es hat aber immer noch zwei Dutzend Seiten, die so nicht mehr zu meiner Geschichte passen. An die mache ich mich, sobald meine Story so weit fortgeschritten ist, dass es Sinn macht.

Aktueller Seitenstand: 393.

Mittwoch, 5. November 2014

Zu viele Beschreibungen
Ich lese immer noch die Saga "Das Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin und merke, wie meine Begeisterung dafür immer mehr abnimmt. Der Autor beschreibt sehr viel - manchmal Dinge, die ich mir trotz all der ausführlichen Darstellungen einfach nicht vorstellen kann.
Eine halbe Seite darüber, wie ein Ort oder eine Person aussieht, sind mir persönlich einfach zu viel. Irgendwann schweife ich ab oder überspringe die Textpassagen, weil ich wissen will, wie es weitergeht. Ich kann mich auch nicht mehr auf das Wesentliche konzentrieren - beziehungsweise, ich vermag es nicht mehr so gut zu erkennen.

Und so wie mir, geht es anscheinend auch anderen. Auf http://schreibhandwerk.blogspot.ch/ habe ich folgendes Zitat von Buchautor J. A Konrath (http://www.jakonrath.com/; http://en.wikipedia.org/wiki/J._A._Konrath) zum Thema Beschreibungen entdeckt:

Less is more. When I was teaching writing and publishing at a local community college, I asked my students to write about walking into a hospital. They gave me long, florid descriptions of sights and smells and sounds. Then I shared mine:

"I walked into the hospital."

That's oversimplifying my point, but the point still needs to be made. Everyone has been in a hospital. Everyone can picture it. Don't waste words writing stuff the reader already knows. Thinking visually doesn't mean bogging down the story with minutiae.

Also: Weniger ist mehr. Konrath stellte seinen College-Studenten die Aufgabe, sie sollten einen Spitalbesuch beschreiben. Sie schrieben ausführlich, wie es in einem Spital riecht und wie es darin aussieht. Er präsentierte ihnen daraufhin seine Lösung: "Ich ging in ein Spital."
Jeder weiss, wie es in einem Spital aussieht - deshalb sind ausführliche Beschreibungen unnötig und langweilen den Leser nur. Lieber etwas beschreiben, dass der Leser nicht kennt - aber auch hier gilt, in Massen und nicht ellenlang - oder man beschreibt etwas, weil es ganz anders aussieht, als wir es kennen.


P.S. In diesem Monat bin ich gerade mal 1 Seite weiter gekommen - deshalb habe ich mich entschieden, dass ich nur noch monatlich Blogge. 

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Schreibforen
Ich habe das Glück, dass mein Göttergatte jeden meiner Texte ehrlich und fair kritisiert. Ich kann mich darauf verlassen, dass seine Aussagen Hand und Fuss haben und nicht an den Haaren herbei gezogen sind. Weil er so direkt ist und wir uns sehr nahe stehen, tut seine Kritik manchmal auch sehr weh - weshalb ich es fast angenehmer finde, meine Texte jemandem zum Gegenlesen vorzulegen, den ich nicht kenne.

Falls es euch ebenfalls so geht, es gibt x Schreibforen, in denen ihr eure Texte veröffentlichen und kritisieren lassen könnt. Ich habe die Erfahrung gemacht, je kleiner ein Schreibforum, desto mehr bringt mir die Kritik. Ausserdem ist die Gefahr bei grossen Schreibforen gross, dass euch jemand die Idee oder gar ganze Sätze klaut.

Hier einige Links von Schreibforen, die ich im Internet gefunden habe. Welche etwas taugen, müsst ihr leider selbst ausprobieren. Über ein Feedback eurerseits, welche etwas taugen, würde ich mich sehr freuen.

Foren, bei denen sich jedermann/-frau ohne grosse Umstände anmelden kann:
http://www.schreibwerkstatt.de/
http://www.dsfo.de/
http://www.keinverlag.de/
http://www.leselupe.de/
http://www.schreibfreunde-forum.de/
http://dietorevonchrono.xobor.de/
http://195748.homepagemodules.de/
http://www.poolys-forum.com/
http://schoepfergeist.forumieren.com/forum
http://scriptorium.forumieren.com/forum
http://www.lottes-schreibforum.de/
http://www.fantasy-schreibforum.com/forum
http://sffa.site-forums.com/
http://buchreif.forumprofi.de/index.php
http://werde-autor.forumo.de/forum.php
http://www.rindlerwahn-autorenforum.de/



Foren, die für die Aufnahme Textproben oder gute Gründe verlangen:
http://www.federteufel.de/
http://www.prolyku.net/forum/index.php?page=Index
http://blauersalon.net/online-literaturforum/index.php
http://forum.tintenzirkel.de/
http://schreibblase.moriazwo.de/
http://www.librarius-autorenforum.at/
http://schreibwut.forumieren.de/


Mittwoch, 6. August 2014

Die Mitte
Mein Kopf liegt auf dem Bäuchlein meines Sohnes.
Der Kleine spielt mit meinen Haaren und rupft ordentlich daran.
"Schatz? Warum lässt du dir die Haare ausreissen?" fragt mich mein Göttergatte, als er die Szene entdeckt.
"Weil ich selbst zu faul dazu bin."
"Ähm, muss ich das jetzt verstehen?"
Muss er natürlich nicht. Ich ärgere mich gerade sehr.
Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass ich eine Zeit lang am Mittelteil meiner Geschichte weiter geschrieben habe, weil ich beim Anfang einfach nicht weiter kam?
Nun habe ich zwei weitere "Anfangskapitel" beendet und nähere mich mit grossen Schritten diesem Mittelteil. Dumm nur, dieser passt überhaupt nicht mehr, zu dem, was ich bisher geschrieben habe - und zwar sprachlich sowie inhaltlich. Das Geschriebene erscheint mir ganz und gar falsch.
Es ist wahnsinnig frustrierend, dass ich dieses Mal 60 Seiten für den Papierkorb geschrieben habe. Mal sehen, vielleicht lässt sich ja doch die ein oder andere Szene retten, indem ich sie etwas umschreibe.

Mein trauriges Fazit: Passagen zu überspringen, weil man nicht weiterkommt, scheint sich auf den ersten Blick nicht zu lohnen.




Übrigens: Ich habe mich entschieden Sommerpause bis am 1. Oktober zu machen. Auch deshalb, weil Nachwuchs Nummer 2 in den nächsten Tagen (oder Wochen) zur Welt kommt und ich dann nicht mehr so viel Zeit zum Schreiben und Posten habe. 

Mittwoch, 30. Juli 2014

Kapitellänge
Wie lange muss ein Kapitel sein, damit es als solches gilt?
Diese Frage hat mich die letzten Tage sehr beschäftigt - deshalb habe ich kurzerhand zehn Bücher von unterschiedlichen Autoren zur Hand genommen.
Fazit: Kapitel sind zwischen 9 und 20 Seiten lang, wobei die Schriftgrösse jeweils sehr stark variiert. Aufgefallen ist mir auch, dass Bücher in kleiner Schrift eher gegen 20 Seiten pro Kapitel aufweisen, wohingegen jene mit grosser Schrift weniger Seiten pro Kapitel haben.

Bedeutet diese Beobachtung also, dass es keine Regeln für die Kapitellänge gibt?
Wieder einmal mehr, ziehe ich das Internet zu rate. Und siehe da, es gibt tatsächlich keine festen Regeln - richtig ist, was für den Autoren/Autorin stimmt.

Wer gänzlich auf Kapitel verzichten will, kann dies tun, denn die Geschichte sollte sich eigentlich selbst in einen Anfang, in eine Mitte und einen Schluss unterteilen. Kapitel helfen jedoch dem Leseverständnis und die Lesenden fühlen sich vom vielen Text nicht so erschlagen und bleiben dran an der Geschichte.
Zudem können Kapitel auch als Stilmittel angewandt werden: Beispielsweise, wenn man aus Sicht einer anderen Person erzählen will, oder aus einer anderen Zeit, oder aus einem anderen Ort. 

Mittwoch, 23. Juli 2014

Autoreninterviews
Bei uns sind Sommerferien und ich habe irgendwie so gar keine Lust zum Schreiben.
Scheint bei uns in der Schweiz endlich mal die Sonne, dann bauen mein kleiner Sohn und ich Sandburgen, planschen im aufblasbaren Schwimmbecken oder rennen wild schreiend über den Rasen. Bei Regen sitzen wir gemütlich auf dem Sofa und lesen Bücher. Naja, lesen kann man das bei einem 17 Monate altem Kind eigentlich nicht nennen - er zeigt auf etwas und ich erkläre ihm, was er sieht und dies stundenlang. Abends bin ich - egal wie das Wetter ist - fix und foxi und ausserstande zu schreiben.

Deshalb habe ich mir überlegt, statt von mir zu schreiben, suche ich euch ein paar interessante Interviews von erfolgreichen Autoren in namhaften Zeitungen heraus, die ihr euch mal zu Gemüte führen könnt. Viel Spass beim Lesen:

Dan Brown: http://www.blick.ch/people-tv/international/exklusives-interview-mit-bestsellerautor-dan-brown-der-weltstar-aus-den-waeldern-id2323364.html
George R. R. Martin: http://www.blick.ch/people-tv/tv/interview-mit-game-of-thrones-erfinder-george-r-r-martin-macht-ihnen-ihre-eigene-fantasie-angst-id2971548.htmlhttps://www.migrosmagazin.ch/menschen/interview/artikel/der-vater-von-game-of-thrones-in-Interview
Haruki Murakami: http://www.zeit.de/2014/03/haruki-murakami
Jan Costin Wagner: http://www.fr-online.de/literatur/interview-mit-schriftsteller--glueckliche-autoren-haben-eine-passion-,1472266,8691764.html
Ceceila Ahern: http://www.focus.de/kultur/buecher/cecelia-ahern-im-focus-online-interview-meine-romanfiguren-haben-wilden-sex_id_3599306.html
Paulo Coelho: http://www.focus.de/kultur/medien/kultur-nie-nie-nie-aufgeben_id_3568873.html
Ken Follett: http://www.welt.de/print-welt/article165285/Wie-man-einen-Bestseller-schreibt.html
Nina George und Janna Hagedorn: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article118433459/Wie-bitte-schreibt-man-einen-Bestseller.html
Klaus-Peter Wolf: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/wesel/wie-schreibt-man-einen-bestseller-herr-wolf-aid-1.4060721

Mittwoch, 16. Juli 2014

Zu viele Adjektive
Kann man etwas auch zu Tode beschreiben? Im Journalismus galt, Adjektive sind tabu, weil sie einen Text schwerfälliger und unnötig länger machen. Aber wie ist das in Büchern? Schliesslich will ich als Leser wissen, wo eine Geschichte spielt und wie es da aussieht.

Ich persönlich habe gemerkt, dass ich bei sehr langen und ausführlichen Beschreibungen schnell einmal Textpassagen überspringe, weil es mir einfach zu viel wird und ich mich langweile - aber gibt es eine Regel, was die Adjektive betrifft? Im Internet bin ich auf folgendes Zitat gestossen (http://www.forbes.com/sites/katelee/2012/11/30/mark-twain-on-writing-kill-your-adjectives/):: "When you catch an adjective, kill it. No, I don't mean utterly, but kill most of them - then the rest will be valuable. They weaken when they are close together. They give strength when they are wide apart." Frei übersetzt: Entdeckst du ein Adjektiv, dann töte es. Nicht alle, aber den grössten Teil - dann werden die stehengelassenen Adjektive wertvoller. Sie verlieren an Stärke, wenn zu viele beieinander stehen; sie gewinnen an Stärke, wenn man sparsam mit ihnen umgeht. Das Zitat stammt von Mark Twain http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Twain.

Eine schreibende Kollegin hat mich zudem darauf aufmerksam gemacht, dass einige Adjektive sehr ungenau sind und deshalb mehr Fragezeichen als Antworten beim Leser hinterlassen.

Ein Beispiel: Der Mann trug einen langen Mantel. Wie lang ist denn dieser Mantel nun? Knielang? Bodenlang?
Schreibt man stattdessen: Der Mantel des Mannes reichte bis zum Boden und säuberte bei jedem Schritt ein Stück des Weges   hat man als Leser eine genauere Vorstellung davon, wie lange der Mantel ist und der Autor benötigte für diese Beschreibung kein Adjektiv.

Folgenden Rat hat mir meine Kollegin gegeben:

Wer unsicher ist, ob er ein Adjektiv einsetzen will, kann sich diese drei Fragen stellen. Beantwortet er eine mit nein, dann sollte er das Adjektiv lieber bleiben lassen:
- Spiegelt es das Bild wider, das ich dem Leser zeigen möchte?
- Stärkt es meinen Satz?
- Ist es tatsächlich notwendig oder geht es auch ohne?

Mittwoch, 9. Juli 2014

Wortwiederholungen
Ja; vorsichtig; leise; natürlich; also; eigentlich; denn: Diese Wörter kommen in meinem Buch sehr oft vor.

Realisiert habe ich dies, als ich zwei Kapitel nochmals durchgelesen habe und immer wieder über diese Wörter stolperte. Mich stört es, wenn ein Wort in jedem zweiten Satz vorkommt.

Im Journalismus habe ich gelernt, dass man Wortwiederholungen so gut wie möglich vermeiden sollte, weil ein Text dadurch schnell einmal langweilig und einfallslos wirken kann. Vermeiden kann man sie, indem man Synonyme verwendet oder sich überlegt, wie man etwas auch noch möglichst einfach sagen kann. Wer jedoch stundenlang über Alternativen nachdenkt, macht sich das Schreiben nur noch schwerer und lässt es besser bleiben - für irgendetwas gibt es am Ende ja auch die Lektoren und die sollen auch noch etwas zum Mäkeln finden.

Wie bei jeder Regel gibt es auch hier eine Ausnahme: sagt darf jederzeit wiederholt werden. 

Mittwoch, 2. Juli 2014

Zu lange Schreibpausen = Unsicherheiten bei den Charakteren
Kratzt sich die Hauptperson am Kopf, wenn sie unsicher ist oder leckt sie sich über die Lippen? Wie duftet ihr Haar? Was hat sie bis zu dieser Stelle bereits preisgegeben und was muss ich nächstens preisgeben?
Diese Fragen haben mich diese Woche sehr beschäftigt - so sehr, dass ich kaum zum Schreiben gekommen bin, weil ich stattdessen nachlesen musste, was meine Charaktere wann tun.
Ich habe mir zwar zu jeder Person, die im Buch vorkommt Notizen gemacht, aber einige Kleinigkeiten gingen mir dabei wohl unter. Kein Wunder, denn als ich regelmässig geschrieben habe, war es auch nicht nötig, jedes Detail festzuhalten, so gut kannte ich meine Charakteren und ihre Eigenschaften. Doch jetzt, nach dieser langen Schreibpause ist es schwierig, sich wieder in die Personen hineinzuversetzen. Bei einigen Personen musste ich zudem feststellen, dass sie noch nicht so viel preisgegeben haben, wie ich laut Zeitplan eigentlich vorgesehen hatte.
Tja, wie sagt man so schön: "Aus Fehlern lernt man." Ich könnte euch an dieser Stelle versprechen, dass ich nie wieder eine so lange Schreibpause einlegen werde - aber ich weiss schon jetzt, dass ich dieses Versprechen irgendeinmal wieder brechen werde. Stattdessen habe ich mir folgendes vorgenommen: Wenn ich nicht schreibe, dann lese ich meinen Text gut durch, so bleibe ich in der Geschichte drin und es fällt mir eher auf, wenn eine Szene nicht in die Story passt. 

Mittwoch, 25. Juni 2014

Zielgruppe überdenken
Für wen schreibe ich eigentlich? Dieser Frage musste ich mich diese Woche erneut stellen.
Eigentlich wollte ich ein Fantasy-Kinderbuch schreiben, aber eine meiner Hauptfiguren erlebt etwas, von dem Kinder vielleicht noch nicht lesen sollten. Natürlich könnte die Charaktere etwas anderes erleben, aber es würde dann nicht mehr zu ihr und ihrer Entwicklung passen.
Bisher habe ich das Geschehene nur leicht umschrieben, so dass man es sich selbst vorstellen kann, was sie erlebt. Aber eben, auch die Umschreibung ist nicht wirklich für Kids geeignet und irgendwie fühlte sich die ganze Szene merkwürdig falsch an. Deshalb haben meine Finger wieder kurzerhand die Delete-Taste gedrückt.
Im Werk "Das Lied von Eis und Feuer" bleibt auch sehr wenig ungesagt/unbeschrieben. Warum soll ich es nicht auch mal ausprobieren und etwas beschreiben, was ich eigentlich lieber nicht in Worte fassen möchte?

Wow! Ich bin richtig stolz auf mich. Ich bin über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe etwas Geschrieben, bei dem ich fast etwas rot werde, und es fühlt sich super an. Die Szene fühlt sich nun tatsächlich richtig an. Tja, jetzt habe ich nur noch das Problem, dass ich meine Zielgruppe nochmals überdenken sollte. Aber was solls, in erster Linie schreibe ich das Buch ja für mich selbst. Ich muss mit dem Resultat zufrieden sein. Wenn ich mein Geschriebenes nicht mag, kann ich auch nicht erwarten, dass es anderen gefällt. 

Mittwoch, 18. Juni 2014

Ideenklau 
Jede/r Autor/in schreibt anders - dies macht ja auch den Reiz des Bücherlesens aus. Wäre doch langweilig, wenn alle gleich schreiben würde. Deshalb habe ich mich entschieden, die Delete-Taste noch nicht zu drücken und weiter zu schreiben.

Dann hat mein Werk hat Ähnlichkeit mit einem Anderen. Solange ich nicht abschreibe, habe ich ein reines Gewissen und das reicht mir. Aber zugegeben, wenn man viel liest, ist es schwer, sich von anderen Schreibenden nicht beeinflussen zu lassen und abzuschreiben.
Aber eigentlich sind Bücher auch eine Inspirationsquelle für neue Werke. Beispielsweise gefällt jemandem vielleicht eine Nebenfigur in einem Buch so gut, dass er kurzerhand darüber eine eigene Geschichte schreibt. Oder eine Erzähltechnik wird für ein anderes Genre angewendet.


Übrigens: Es gibt genug erfolgreiche Autoren und Autorinnen, denen vorgeworfen wird, dass sie andere Werke kopiert haben sollen:

- J. K. Rowling soll die Idee zum Zauberlehrling Harry Potter von Adrian Jacobs Buch "Willy the Wizard" gestohlen haben. http://www.rp-online.de/kultur/anzeige-gegen-joanne-k-rowling-aid-1.2010441
- Stephenie Meyer (Twilight) soll bei "The Nocture" von Jordan Scott abgeschrieben haben. http://www.welt.de/kultur/article4363394/Twilight-Autorin-Stephenie-Meyer-wird-verklagt.html
- Dan Brown wurde sogar von zwei unterschiedlichen Personen beschuldigt, die Idee für Sakrileg gestohlen zu haben. http://www.spiegel.de/kultur/literatur/sakrileg-neue-vorwuerfe-gegen-dan-brown-a-410811.htmlhttp://www.welt.de/print-welt/article204194/Prozess-Ideen-zu-Dan-Browns-Bestseller-Sakrileg-lieferte-die-Ehefrau.html
- Martina Gercke (Champagnerküsschen und Holunderküsschen) soll von mehreren Autoren abgeschrieben haben. http://www.buchreport.ch/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2012/12/03/ein-selfpublishing-star-verglueht.htm


Donnerstag, 12. Juni 2014

Zweifel
Alles Mist! 
Miserabel!
Interessiert doch kein Mensch!
Zurzeit frage ich mich, ob ich nicht einfach alles hinschmeissen und das Schreiben anderen überlassen sollte. So gut wie ich es mir vorstelle, wird mein Buch ja eh nie. 
Warum ich plötzlich wieder an mir zweifle? Ich lese die Fantasy-Saga "Das Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin (http://de.wikipedia.org/wiki/George_R._R._Martin#Werke; http://www.amazon.de/Das-Lied-von-Eis-Feuer/dp/3442267749/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1402562059&sr=8-1&keywords=Das+Lied+von). Einige von euch kennen vielleicht die Serie "Game of Thrones" - sie basiert auf dieser Saga. Mein Mann ist ein riesen grosser Fan der Serie und hat mir schon oft erzählt, dass "Game of Thrones" sehr viel mit meinem eigenen Werk gemeinsam hat. Letzte Woche konnte er mich nun überzeugen, dass ich George R. R. Martins Werk lese - und mein Göttergatte hatte Recht: Wie Martin erzähle ich aus Sicht von verschiedenen Charakteren, zeige ihre Entwicklung auf und wie in seinem Werk, überleben nicht alle Protagonisten.  
Und doch ist mein Geschriebenes so ganz anders: Meine Beschreibungen sind nicht so ausführlich; die Sätze nicht so wohlklingend; meine Story nicht so spannend. So gut wie er, werde ich wohl nie schreiben - weshalb mache ich mir also die Mühe? Was bringt es mir, wenn ich ein Buch schreibe, das niemand lesen will? Die Zeit, die ich dafür aufwende, kann ich doch besser investieren. 
Und trotzdem wage ich es nicht, meine über 300 Seiten einfach so zu löschen und aufzugeben. 
Eine Freundin hat mir mal gesagt: Bücher sind wie Kinder - jedes ist anders, wären sie genau gleich, wäre die Erde ein langweiliger Ort. 

Mittwoch, 28. Mai 2014

Speichern
Oh Scheisse! Mist! Doofe Maschine! Kacke!
Ja ich weiss, fluchen sollte man im Internet nicht - aber es geht nicht anders. Mein Computer lässt sich nicht mehr aufstarten. Nichts geht mehr. Das Scheiss-Ding hat einfach den Geist aufgegeben. Keine Ahnung warum. Alle meine Mails sind futsch und mein Buch natürlich auch...

Kennt ihr das? Dies ist einer Schreibkollegin von mir passiert. Schlecht für sie, gut für mich: Ich habe aus ihrem Fehler gelernt. Meine Story speichere ich nicht mehr nur auf meinem Computer ab, sondern auf zwei Sticks und auf einem gratis Cloud-Webdienst - und dies regelmässig, wenn ich etwas geändert habe.
Damit habe ich mich abgesichert, dass meine Geschichte nicht von einem Tag auf den Anderen futsch ist, wenn mein Computer mal wieder spinnt. 

Mittwoch, 21. Mai 2014

Namen gesucht
Hhmm, wie soll dieser Charakter denn nun heissen? Mit dieser Frage habe ich mich schon mehrere Stunden beschäftigt. Bei einer Hauptperson ist es wichtig, dass der Name zum Charakter passt, deshalb ist es wichtig, dass man darüber gründlich nachdenkt. Anders sieht dies bei Nebenfiguren aus, die vielleicht nur in einer Szene kurz vor kommen. Da genau so viel Zeit für den richtigen Namen zu investieren ist doch eigentlich schade - deshalb habe ich euch hier eine Liste von einigen Namensgeneratoren zusammen gestellt:


- http://www.vornamen-wiki.de/
http://www.hebammen-josefinum.de/babynamensgenerator/__Baby-NamensGenerator.html
www.namerobot.de  (teilweise kostenpflichtig)
http://generator.chucklehound.com/
- http://www.rinkworks.com/namegen/
https://www.schreiblabor.com/generator/realnames/
http://www.wizards.com/default.asp?x=dnd/dnd/20010208b
http://www.behindthename.com/random/
http://realnamecreator.alexjonas.de/
- http://www.wort-satz-buch.de/kuenstlernamen-generator/
http://de.fakenamegenerator.com/
http://www.meisterdermagie.de/ngen/
http://vampire.namegeneratorfun.com/
http://fairy.namegeneratorfun.com/
http://thegamename.com/generator/






Mittwoch, 14. Mai 2014

Die Figuren entwickeln ein Eigenleben
Nanu, was macht denn meine Figur da?
Wie ist sie nur da hinein geraten?
Hab ich das Kapitel geschrieben und wie bin ich denn darauf gekommen?
Kennt ihr das? Eure Finger fliegen über die Tasten; die Figuren reden mit anderen und plötzlich tun sie etwas, das so nicht geplant war; das Erlebnis spitzt sich zu; euer Herz schlägt schneller; weitere Figuren stossen dazu; ihr seid gespannt, wie es weitergeht und fragt euch gleichzeitig, warum geschieht das eigentlich, was ich da gerade niederschreibe?
Dieses Gefühl hatte ich bei meinem letzten Kapitel. Eine der Hauptfiguren sucht nach ihrem verwundeten Freund. Eigentlich sollte diese Szene gerade mal drei Seiten lang werden: Eine verbrannte Stadt; überall Ruinen; verkohlte Leichen und unter einem Trümmerhaufen liegt der verwundete Freund, der sofort gepflegt und weg gebracht wird.
Doch anscheinend waren meine Figuren mit dieser Idee nicht einverstanden: Kein Verletzter weit und breit zu sehen; lediglich Blutstropfen weisen darauf hin, dass noch jemand am Leben ist. Der Suchende folgt der Spur und wird von einer bewaffneten Kinderschar angegriffen, die ihn in ihr mysteriöses Versteck bringt. Und siehe da, da ist auch der Verwundete. Dieser wird gesund gepflegt und dabei auch gleich noch ein Geheimnis aufgedeckt. Die Anführerin - das wird mir bewusst, während meine Finger über die Tasten fliegen, wird mich in einem anderen Kapitel nochmals beschäftigen und da eine wichtige Rolle spielen - hilft den Freunden vor ihren Gegnern zu fliehen.
Das Kapitel ist beendet. 13 Seiten habe ich dazu verfasst. Wie das möglich ist, weiss ich immer noch nicht. Die Geschichte, beziehungsweise die Figuren, haben sich selbständig gemacht und die Kontrolle über mich erlangt. Das ist gut so, denn das Ergebnis ist unbeschreiblich - spannend, unerwartet, fesselnd und geheimnisvoll.
Manchmal hilft es, einfach darauf los zu schreiben ohne nachzudenken. Versucht es doch auch einmal. 

Donnerstag, 8. Mai 2014

Mut zum Löschen
Es ist ein tolles Gefühl, wenn die Seitenzahl stetig höher steigt. Ich fühle mich, als hätte ich etwas geschafft. Und tatsächlich konnte ich heute erneut ein Kapitel beenden.
Erinnert ihr euch noch, dass ich als ich beim Anfang nicht mehr weiter kam, den Mittelteil der Geschichte geschrieben habe? Tja, einen grossen Teil dieser Mitte habe ich nun gelöscht - 40 Seiten Arbeit mit einem Klick (oder zweien) vernichtet. Beim Mittelteil weiter zu schreiben, hat mir also gar nichts gebracht.
Meinem Mann habe ich gestern den ganzen Abend vorgejammert, dass ich für die 40 Seiten mehrere Stunden - oder sogar Wochen - gebraucht habe und sie innert Sekunden gelöscht waren.
"Warum machst du denn so etwas? Du könntest die 40 Seiten in einem neuen Dokument abspeichern und hättest sie dann immer noch", war die genervte Antwort.
Natürlich hat er Recht, das hätte ich tun können. Doch durch meine Überarbeitung hat der Mittelteil einfach nicht mehr gepasst und wenn man etwas löscht, dann hat das doch auch seinen guten Grund, sonst würde man es ja einfach an eine andere Stelle verschieben.

Jedenfalls habe ich heute fleissig weiter an meiner Geschichte geschrieben. Die gelöschten Seiten fehlen mir überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich bin froh, sind sie weg, denn wenn ich ehrlich bin, haben sie nie sonderlich gepasst. Zugeben kann ich das erst jetzt, wo sie wirklich unwiderruflich weg sind - merkwürdig.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Babypause = Schreibpause
Mit Baby und ohne Job, da habe ich sehr viel Zeit zum Schreiben - dachte ich jedenfalls. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus, wie ihr bestimmt auch schon gemerkt habt. Habe ich einmal Zeit, um in die Tasten zu hauen, dann bin ich so ko, dass ich entweder ein Nickerchen mache oder faul im Sofa hänge.
Ein Baby - mit 15 Monaten ist er eigentlich bereits ein Kleinkind - hält einem ganz schön auf Trab. Da bleibt wenig Zeit für die eigenen Bedürfnisse und fürs Schreiben fast gar keine, denn bis ich mich wieder in die Geschichte eingelesen habe, ist die ruhige Zeit um und mein kleiner Mann will meine Aufmerksamkeit: Er zupft mich am Hosenbein; protestiert lautstark oder wirft mir seine Spielsachen auf den Fuss.
Dank meinen Eltern bin ich die letzten Wochen trotzdem etwas zum Schreiben gekommen: Sie haben mir den Kleinen jeweils am Mittwochnachmittag abgenommen. Leider blieb keine Zeit, euch von meinen Fortschritten zu erzählen, was ich jetzt aber nachhole.

Nachdem ich so lange nicht mehr an meiner Geschichte gearbeitet habe, musste ich mich erst wieder einlesen. Damit ich nicht der Versuchung unterliege und alles überarbeite, habe ich die letzten 5 Seiten gelesen, die ich zuletzt geschrieben habe. Natürlich konnte ich die nicht so stehen lassen: Schlussendlich habe ich die letzten 15 Seiten gelesen; 10 davon gelöscht und gerade mal zwei neu geschrieben. Das war sehr frustrierend, aber mit der Änderung war ich mehr als zufrieden. Als ich das Kapitel geschrieben habe, habe ich nicht bedacht, dass sich die Hauptperson aufgrund ihrer Erlebnisse in diesem Kapitel massiv verändern wird. Diese Erlebnisse habe ich zu wenig herausgearbeitet und konnte ich nun nachholen. Das Überarbeiten hat sich also gelohnt und jetzt, wo ich das Kapitel zu Ende geschrieben habe, bin ich relativ zufrieden.
Ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum nur relativ? Ich habe das Gefühl, dass noch irgendetwas fehlt - was, kann ich aber nicht sagen, weshalb ich heute einfach mal weiter schreibe.