Mittwoch, 25. Juni 2014

Zielgruppe überdenken
Für wen schreibe ich eigentlich? Dieser Frage musste ich mich diese Woche erneut stellen.
Eigentlich wollte ich ein Fantasy-Kinderbuch schreiben, aber eine meiner Hauptfiguren erlebt etwas, von dem Kinder vielleicht noch nicht lesen sollten. Natürlich könnte die Charaktere etwas anderes erleben, aber es würde dann nicht mehr zu ihr und ihrer Entwicklung passen.
Bisher habe ich das Geschehene nur leicht umschrieben, so dass man es sich selbst vorstellen kann, was sie erlebt. Aber eben, auch die Umschreibung ist nicht wirklich für Kids geeignet und irgendwie fühlte sich die ganze Szene merkwürdig falsch an. Deshalb haben meine Finger wieder kurzerhand die Delete-Taste gedrückt.
Im Werk "Das Lied von Eis und Feuer" bleibt auch sehr wenig ungesagt/unbeschrieben. Warum soll ich es nicht auch mal ausprobieren und etwas beschreiben, was ich eigentlich lieber nicht in Worte fassen möchte?

Wow! Ich bin richtig stolz auf mich. Ich bin über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe etwas Geschrieben, bei dem ich fast etwas rot werde, und es fühlt sich super an. Die Szene fühlt sich nun tatsächlich richtig an. Tja, jetzt habe ich nur noch das Problem, dass ich meine Zielgruppe nochmals überdenken sollte. Aber was solls, in erster Linie schreibe ich das Buch ja für mich selbst. Ich muss mit dem Resultat zufrieden sein. Wenn ich mein Geschriebenes nicht mag, kann ich auch nicht erwarten, dass es anderen gefällt. 

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